Freitag, 25. Juni 2010

Die Tage ziehen ins Land …

Seit heute wissen wir, dass unser Auto tatsächlich unrepariert nach Düsseldorf geschleppt wird!
Was für ein Kampf oder sollte ich eher sagen: Krampf?

Einen Unfall im Ausland zu haben, ist schon doof genug, dann aber noch mit einem Menschen in Sindelfingen leben müssen, der keine Entscheidungen treffen kann oder will, ist Folter!

Werner hat ihn heute zu einer Entscheidung genötigt, der ADAC wartet schließlich auch auf einen Rückruf, ob sie das Auto zurückführen sollen.

Ich hoffe, dass wir jetzt endlich ruhiger werden und uns auf unseren Urlaub konzentrieren.
Irgendwie bleibt dieser völlig auf der Strecke.

Das Wetter ist zwischenzeitlich wesentlich besser geworden, während die Wassertemperaturen von 18° - 20°C doch eher gewöhnungsbedürftig sind.

Ich freue mich schon die ganzen Tage auf ein Orgelkonzert in der Kirche von Milano Marittima, Stella Maris.
Im Gegensatz zu den sonstigen Kirchen in Italien, ist diese eine moderne, schlichte Kirche.


(Quelle Foto: Wikipedia)

Zu Werners Belustigung, zündet man dort keine Kerzen an, sondern drückt den elektrischen Knopf :-)

Im Sommer finden hier div. Orgelkonzerte statt, u.a. soll in diesem Jahr auch
Stefan Kagl, aus Deutschland zu Gast sein.
Ich hatte allerdings das Vergnügen,
Mario Duella lauschen zu dürfen.

Werner hatte bereits nach wenigen Minuten die Nase voll, hat sich aber brav vor die Kirche gesetzt und mich 1 Std. lauschen lassen.

Hier das Programm:

  • J.S. Bach     - Preludio e Fuga in sol magg. BWV 541
                          - Preludio al Corale “Wachet auf, ruft uns
                            die Stimme” BWV 645
  • T.Salomé     - Menuet Symphonique op. 59 n. 7
  • A. Guilmant  - Deuxième Méditation op. 20 n. 2
  • A. Claussmann – Toccata op. 64 n. 3
  • C.A. Bossi   - Salut op. 38 n. 3
  • O. Ravanello – Sonata in re min.
                           - Allegro giusto
                           - Cantabile
                           - Toccata


Dienstag, 22. Juni 2010

Pechsträhne beendet?

Na, vielleicht noch nicht ganz! Während diese kleine Episode von heute, eher zum Schmunzeln anregt ..

Das Thema “Unfall” beschäftigt uns nach wie vor. Wir warten immer noch auf einen Rückruf von Mercedes, ob unser Auto nun in Parma repariert wird oder unrepariert nach Deutschland zurückgeführt wird.

Unser Leihwagen musste aber auch zurück nach Ravenna, so machten wir uns heute gleich nach dem Frühstück auf den Weg.
Auf Anhieb fand unser Navi die kleine Werkstatt, die nebenher eine Autovermietung ist :-), von dort ging es per Taxi zum Bahnhof und dort zum Bus.
Ravenna liegt ca. 25 km von Milano Marittima entfernt, da lohnt sich die Busfahrt für 2,50 € schon.

Wir hatten noch etwas Zeit und nutzen diese um uns eine weitere, kleine Kirche anzusehen.
Seit Jahren liege ich Werner in den Ohren, doch mal nach Ravenna zu fahren, um uns diverse Kirchen und damit die wunderschönen Mosaike anzusehen.
Bisher haben wir es nicht geschafft oder wir sehen nur das Krankenhaus oder diesmal den Bahnhof *seufz*

Der Bus war tatsächlich pünktlich und sogar klimatisiert.
Allerdings stoppte er nachdem wir das Ortausgangsschild passiert hatten …
Ob Ihr es glaubt oder nicht, der Bus fuhr keinen Meter weiter … defekt!
Wir stiegen aus und konnten uns vor Lachen kaum halten und ich habe vorsichtig nach “der versteckten Kamera” Ausschau gehalten.

Irgendwann kam der Ersatzbus und es ging tatsächlich ohne weitere Komplikationen bis nach Milano Marittima!

P1000127




Montag, 21. Juni 2010

Milano Marittima – wir kommen …

..wenn auch mit Verspätung!

Ich, der grenzenlose Optimist, habe gestern noch gedacht:
”Morgen um 8.00 h rufen wir in Sindelfingen an, ein netter Mensch hilft uns weiter in unserer Not, wir checken aus dem Hotel aus und sind zum Mittagessen endlich in Milano Marittima

Bereits um 8.30 h waren wir so angenervt, dass keiner von uns mehr telefonieren wollte!

Wir checkten zwar gegen 9.30 h aus, saßen dafür aber mit unserem Gepäck in der Hotelhalle fest und warteten auf Rückrufe von Mercedes oder dem ADAC.

Dank des “fähigen Mitarbeiters” hatten wir Mittags den Kaffee völlig auf und haben uns auf Anraten des ADACs ein Leihwagen genommen, wer weiß wie lange wir noch in Parma festgehangen hätten.

Habt Ihr ne Ahnung was Mietwagen kosten?
Ich bin nach hinten übergekippt, als man uns 175 € für einen Fiat Bravo abknöpfte – aber wir hatten ja nicht wirklich eine Wahl!

Immerhin lockerte die Wolkendecke auf, ein paar Sonnenstrahlen kamen durch und gegen 16.00 h waren wir endlich in Milano Marittima.

Da uns Sonntags schon unsere heißgeliebte Lasagne durch die Lappen gegangen war, mussten wir erst mal an unserem Lieblings-Piadina-Stand halten … was für ein Genuss!
Was ist eine Piadina? Eine Art flaches Fladenbrot, in der Pfanne gebacken und entweder süß oder herzhaft belegt – einfach, aber sooo lecker!

Es hat einfach Vorteile, wenn man in einen Ort kommt, wo man sich nicht erst alles zusammen suchen muss.
Manche finden das langweilig, wir mögen diese Gefühl von “Nach Hause kommen”

 



Sonntag, 20. Juni 2010

Parma

Was erwartet man von Parma, Mitte Juni?
Genau, gutes Essen und schönes Wetter! Pustekuchen, wenigstens was das Wetter betraf! 12°C und Dauerregen und wir sitzen hier fest!

Na ja, raus aus dem tristen Zimmer und raus ins kühle Nass. Spaß macht das allerdings nicht, dass kann ich Euch sagen!

Immerhin haben wir es geschafft, uns den Dom anzusehen.
Schönes Bauwerk, wenn auch mit Touristen wie wir, die ein trockenes Plätzchen suchten, total übervölkert.

P1030901 

P1000080

P1000082

Nach der Besichtigung des Doms, war es unmöglich sich draußen aufzuhalten.
So sind wir zurück in unser Hotel.
 



Samstag, 19. Juni 2010

Urlaubsfreuden? Nein Urlaubsleiden!

Irgendwie ist es uns nicht vergönnt, mal einen ruhigen, erholsamen Urlaub OHNE Aufregung zu haben.

In diesem Jahr erwischte uns ein nettes ital. Männer-Duo, Mitte 20, auf einer schönen, leeren Kreuzung in Calendasco (Piacenza).

P1000070

Wir hatten quasi noch 10 km bis zu unserem schönen Übernachtungsdomizil, “Il Masero”, als der Fiat von links auf der Kreuzung in uns raste!
Werner hat zwar versucht noch nach rechts auszuweichen, was aber nicht wirklich mehr funktioniert hat.

P1000063
(irgendwie sieht es gar nicht so schlimm aus auf den Fotos)

Trotzdem funktioniert man unter Schock ja doch noch ganz gut. Wir sahen uns nur an, ob wir soweit o.k. waren und schon hing Werner am Handy um mit Mercedes alles notwendige zu besprechen.
Ich hab mich mit dann mit den 2 kleinen Italienern beschäftigt. Immerhin gab es an der Schuldfrage nichts zu rütteln und sie sagten auch gleich, dass sie Schuld wären.
Ist schön das zu wissen, bringt einen aber im Ausland auch nicht so wirklich weiter! *seufz*

Nach endlosen Telefonaten sind wir nach 6 Std., nachts bei strömenden Regen, nach Parma geschleppt und in das Kongresshotel “Le tre ville” eingemietet worden.

Als wir gegen 0.30 h endlich im Bett lagen und zur Ruhe kamen, wurde uns bewusst, dass es hätte auch noch schlimmer ausgehen können – immerhin musste keiner von uns in ein Krankenhaus!
Aber die Schmerzen im Rücken und Nacken, kamen nun doch zum Vorschein, was leider zu erwarten war.